Entspannt feiern: Einfache Ideen für ein feierliches Weihnachtsessen mit Familie

Alle reden davon, Weihnachten entspannter zu gestalten. Alles andere als einfach. Schliesslich kann man diverse Dinge, die Weihnachten so besonders machen, nicht einfach abschaffen.

Wir versuchen’s mal mit dem Ansatz «weihnachtlich, aber nicht aufwändig». Und haben euch Ideen für das feierliche Weihnachtsessen mit Familie zusammengestellt.

Ausgangslage war der Gedanke, dass die Zeit, ein aufwändiges Weihnachtsmenu zu kochen (Kommentar der Kinder: «Hani nid gärn»), besser genutzt werden sollte, um möglichst entspannt durch die Feiertage zu kommen. Daher stand folgende Frage im Zentrum:

Wie kann man ein Alltagsgericht weihnachtlich aufpeppen?

Folgende Ideen für ein einfaches aber feierliches Festessen haben wir für euch:

1. Formsache

Pasta geht bekanntlich immer. Warum also nicht einfach ein Pasta-Dinner planen? Doch: Für einmal gibt es keine Hörndli, Kravättli oder Bandnudeln. Sondern Sterne- oder Tannenbäumchen-Pasta. Auch Pastetli kann man nicht nur in rund, sondern auch in Sternenform kaufen. Sogar beim Grossverteiler. Füllt sie mit einer Chügelisauce oder einem Curry Geschnetzelten (echt leckere Kombi im Fall) und fertig ist familiengerechtes Essen mit weihnachtlichem Touch.

2. Herausstechend

Ausstechen und in Form bringen kann man so manches. Je nach Zeitaufwand könnt ihr kleine oder grössere Förmchen benutzen. Rüebli scheiden und daraus Sterne stechen, diese über den Salat streuen.

Menuvorschlag: Kartoffeln in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden, ausstechen, mit Olivenöl und Gewürz vermischen und im Ofen backen. Dazu Chicken Nuggets und Ketchup und alle sind happy.

Die Idee mit der Sternenalternative zu Pommes Frites hat’s auf die Titelseite geschafft. Die Kartoffelsterne können auch in der Bratpfanne gemacht werden. | Bilder: Nadine Chaignat

3. Hingeblättert

Egal, ob als Deko auf der Suppe, als kleiner Apero oder…. Blätterteig-Tannenbäumchen, Sternchen, Herzen ausgestochen, mit Kräutern oder Käse oder sonstigen Leckereien bestreut und gebacken: Immer schigg und vor allem vermitteln sie den ‘Frisch-Gebacken-Effekt’. Etwas aufwändiger sind Blätterteig-Tannenbäumchen. Dazu Teig mit Pesto bestreichen oder Schinken belegen, in Streifen schneiden, diese in Tannenbaum-Form aufs Blech legen und nach dem Backen auf Spiesschen stecken.

Dessertidee: Blätterteig geht übrigens auch super für eine schnelle, leckere Nachspeise. In Quadrate schneiden (oder sonstwie ausstechen), mit etwas griechischem Jogurt (oder so, oder auch gar nicht) bekleckern. Früchte und etwas Zucker drauf. Backen und fertig. Dazu eine Kugel Vanilleeis.

4. Figurbetontes

Man kann Gratin in einer grossen Form backen. Oder man kann viele Gratins in kleinen Förmchen backen. Aufwand bleibt fast gleich, aber so serviert wirkt alles edler. Käsekuchen kommt aus der Muffinform anstelle der grossen Kuchenform. Birchermüesli serviert man im Glas, mit Früchten dekoriert. Eine gekaufte Vanillecreme in Weckgläser oder kleine Gläser gefüllt, Schlagrahm und Streusel drauf. Alles eine Frage des Anrichtens. Man könnte den Reis statt normal schöpfen in Tassli geben und so auf die Teller stürzen, ambitionierter in grosse Ausstechformen füllen und Reissterne kreiern.

5. Goldregen

Wenn das Essen golden glänzt, ist Weihnachten auch auf dem Teller zuhause. Kauft Goldspray, Goldpulver, Goldpapier, Goldsternchen – lasst es einmal über die Polenta regnen und zaubert so innert Kürze Weihnachten auf den Teller. Nicht zu vergessen, Goldregen auch über die gekaufte Schoggicreme im Weckglas.

6. Spiessiges

Kauft diese weihnachtlich getrimmten Spiessli in den Spezialabteilungen der Grosshändler. Steckt sie auf einen hundsnormalen Hamburger. In Oliven oder gewürfelten Käse auf der Platte. In eine Kartoffel auf dem Teller. Et voilà, looks like Christmas in tha house.

7. Lichteffekte

Auch Lichteffekte – an Weihnachten eh omnipräsent – peppen ein 0815-Menu auf. Wunderkerzen kaufen, sie vor dem Servieren in den Kartoffelstock stecken, anzünden und «Oh du fröhliche» sind alle am Tisch vom weihnachtlich gestimmten Essen begeistert.

8. Gekauftes

Wie bereits erwähnt: Wagt euch, nur die Dinge selber zu machen, für die ihr Zeit und Freude habt. Wann, wenn nicht jetzt, sollen Fertiggerichte eingesetzt werden. Ist euch sowieso alles zu viel, kauft Büchsenravioli, gebt sie in eine Gratinform und überbackt sie mit Käse. Macht eine Spätzlipfanne. Stocki, Fertigrösti. Dekoriert gekaufte Güetzli zum Dessert oder verteilt eine Büchse Vanillecreme in Gläser. Weihnachten ist ein Fest der Freude, nicht der Tag der tüchtigen Hausfrau.

9. Geschirr

Das einfachste Alltagsmenu sieht festlich aus, wenn es richtig angerichtet wird.  Warum nicht statt in teuren Braten in weihnachtliches Geschirr investieren oder in der Brocki Goldrandteller kaufen. Und Teigwaren mit Sauce festlich servieren.

Auf diesem Sternengeschirr isst’s sich garantiert weihnächtlich. Jedoch können auch Brocki-Teller mit Goldrand für den nötigen festlichen Touch sorgen.

10. Deko

Falls für ein neues Geschirr kein Platz ist, reicht auch eine festlich dekorierte Tafel. Kinder sind so schnell begeistert. Weihnachten auf dem Tisch geht mit Tischsets (Weihnachtsmotiv, weisse Tortenuntersetzer sehen immer schick aus). Servietten (wann habt ihr sonst Servietten auf dem Teller), einem kleinen (Weihnachts-)Schöggeli drauf. Selbst eine goldene Lametta einmal über den Tisch gelegt wirkt festlich. Oder ihr zündet Kerzen an, legt paar Tannenzweige und ein paar Weihnachtskugeln dazu, die’s nicht an den Baum geschafft haben. Auch eine schlichte Lichterkette ist auf dem Tisch ein Highlight.

Auch hier gilt wie bei allem: Euer Tisch muss nicht Pinterest-like aussehen. Selbst wenn ihr mit dem optischen Eindruck der Festtafel nicht zufrieden seid und das Gefühl habt, auf allen Fotos sehen Tische besser dekoriert aus als eurer: Die Filter, durch die Kinderaugen euren Weihnachtstisch betrachten, sind total wohlwollend, freudig, weihnachtlich und magisch. Feiert Weihnachten für und mit euren Kindern, nicht für Likes und Lob.

11. Specials

Heute und nur heute gibt es Kinderwein (in Ikea-Weingläser?!) zu den blutten Nüdeli. Der WOW-Effekt ist garantiert. Mehr braucht es nicht, um das Gefühl zu haben, dass diese blutten Nüdeli nicht ein durchschnittliches Znacht, sondern eben ein weihnachtliches Znacht sind.

 

Auf dass euer Fest festlich, euer Herz voll, die Stimmung friedlich und die Freude gross sei. Auf dass ihr viele kleine Glücksmomente als Familie erlebt. Und der Familienalltag an Weihnachten hie und da ein bisschen Glanz und Zauber abkriegt.

✨Have yourself a merry little Christmas✨

Merci an alle, die uns in irgend einer Form für diesen Beitrag inspiriert haben.

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