Wie schön müssen Kinder gekleidet sein?

Für diesen Beitrag haben wir mit Vertbaudet zusammen gearbeitet.

(Mit Wettbewerb) Kürzlich habe ich meinem Kind ein T-Shirt angezogen, das ein kleines Loch hatte. Kleine Löcher sind zwar nervig, aber weil meine Zeit schon relativ knapp bemessen ist und Flicken nicht meine Kernkompetenz, lasse ich sie meist einfach Loch sein. Sind ja klein und man könnte sie auch für Flecken halten (höhö, auch nicht viel besser, gell).

Jedenfalls kriegte ich prompt zu hören, dass das bitzli schäbig sei, mit dem Kind so ausser Haus zu gehen.

Auch inhouse habe ich die Erfahrung gemacht, dass löcherige Hosen (früher Dräckelihose) genannt, gegen meine mütterliche Fürsorgekompetenz sprechen. Und das, obwohl ich selbst zuweilen löcherige Hosen trage, aber ich glaube, das findet die Kritikerin eben auch nicht so geil.

Sowieso.

Ist Kinder ankleiden alles andere als einfach.

Kind krabbelt. Auf den Knien. Die Mehrheit der Hosen hat aktuell Löcher. Diese ‘unverwüstliche’ von Vertbaudet noch nicht. | Bilder: Vanessa Käser

Zuerst, weil sie so schampar klein sind und man immer Angst hat, beim Anziehen Gliedmassen zu brechen.

Dann, weil man merkt, dass Knöpfe auf dem Rücken für Babys eben schaurig unpraktisch und unbequem sind. Bodys zwar praktisch, aber nur solange die Windeln dicht halten. Weiter geht es mit Schuhen, die zwar sowas von gut aussehen, nur leider kaum an Babyfüsschen zu befestigen sind und wenn, dann fallen sie in den nächsten paar Sekunden wieder ab.

Socken, ein Thema, das bereits im Babyalter beginnt für Furore zu sorgen. Socken fallen ungefähr ähnlich schnell ab wie Schuhe. Habe in all den Babyjahren mit den vier Kindern ungefähr drei Paar Socken gehabt, die gehalten haben, wie sie sollten. Und auch nur, weil ich sie völlig unstylisch über die Hosen drübergezogen habe.

Nebst dem, dass sie ständig verschwinden, können Socken zu klein, zu gross, zu dick, zu hoch, zu eng und vor allem eins, zu knubbelig sein. Wer DIE perfekten Socken für Kinder kennt, soll sich bitte bei mir melden!

Schuhe habe ich übrigens vor dem Genderreveal gekauft – sind auch nicht ganz so appropriate, aber super pretty in Pink! | Bilder: Vanessa Käser, Skateboards: Funwheel.ch

Jedenfalls.

Es folgen, sobald sich Gliedmassen nicht mehr so zerbrechlich anfühlen und vom Baby selbstständig bewegt werden können, Kämpfe mit Mützen. Ein einziges der vier Kinder hat sie gerne getragen. Bei allen anderen habe ich etliche Kalorien verbrannt mit Bücken und Mützchen vom Boden heben.

Kleinkinder und Mützen sind wohl keine Freunde.

Kinder mögen sowieso vieles von dem nicht, was ich toll finde. In diesem Sinn hat sich mein Modebewusstsein zwangsläufig positiv formuliert geweitet.

Outfit by Mama, abgesehen von den Schuhen. Hauptkriterium war das Licht in den Sohlen. Die Hose hier gehört ebenfalls zur Gattung «unverwüstlich». | Bilder: Vanessa Käser | Outfit: Verbaudet | Skateboard: Funwheel.ch

Es gäbe so viele schöne Kleidungsstücke für Kinder, so viele perfekte Kombinationen. So viel fancy Stuff, den ich meinen Kindern mit Freuden kaufen würde – und nebendran halt immer noch Mode von vor zehn Jahren tragen würde. Wär mir egal.

Aber meine Kinder mögen kein fancy Stuff.

Sie hassen (ein Total über alle vier Kinder):

  • Strickpullover
  • enge Kleidung
  • Socken
  • Jeans
  • Dicke Pullis
  • dicke Socken
  • T-Shirts
  • Oberteile mit Naht auf Bauchhöhe (dort, wo die Rüschen beginnen)
  • Streifen
  • Reissverschlusspullis
  • Rollkragenpullis
  • Strumpfhosen

Sie mögen

  • Paw Patrol, Spiderman und sonstige schreckliche Merchandise-Artikel in jeglicher Farbe (!), Form und Beschaffenheit.
  • Röckli
  • Röckli
  • Röckli
  • Strumpfhosen
  • Leggins
  • dünne Pullis
  • Jogginghosen

Meine Liste was ich für Kinder toll finde, ist ungefähr grad diametral verteilt.

Auch Fahrräder bleiben von dem kindlichen Geschmack nicht verschont. Korb ist ab, Lenker wird konsequent so gehalten. Aber: Kind ist happy! | Outfit: Vertbaudet | Bilder: Vanessa Käser | Skateboards: Funwheel

Ich habe gelernt, nur noch das zu kaufen, was sie auch wirklich tragen werden. Alles andere ist reine Geldverschwendung. Das süsse Jeansröckli mit Blümchenaufdruck liegt immer noch ungetragen im Schrank (seit ungefähr sechs Monaten). Ich habe es wider besseren Wissens gekauft und die Tochter, welche ich notabene nach ihrer Meinung gefragt habe, sagte mir zuliebe «Schön, Mama». Dass das ausschliesslich mir zuliebe war, weiss ich jetzt. Weil: Ungetragen.

Inzwischen bin ich reichlich entspannt, was den Auftritt der Kinder angeht. Noch immer wünschte ich mir, ich könnte sie der Reihe nach wie Modepuppen ankleiden und dann ausführen. Aber Kinder sind eben keine Puppen.

Sie haben Gefühle.

Das Gefühl von unangenehm sitzender Kleidung.
Das Gefühl von eigenem Geschmack.
Das Gefühl, einfach keinen Bock auf irgendwas zu haben. Warum auch immer.

Sonnenbrillen! Sie mögen auch keine Sonnenbrillen. Dabei wären die soooo sooo cool. | Outfit: Vertbaudet | Bilder: Vanessa Käser

Also platziere ich hie und da meine Meinung. Gebe Tipps wie «Muster nur dann kombinieren, wenn die Kombination auch für das Gros der Bevölkerung verständlich sind» oder «Gleiche Farben für unterschiedliche Kleidungsstücke, das kommt selten wirklich gut». Ansonsten lasse ich sie Strumpfhosen tragen im Hochsommer.

Nur wer bei grosser Hitze nicht barfuss gehen kann, merkt, wie schlecht sich die beiden Dinge vertragen.

Ich lasse sie ihre Lieblings-T-Shirts tragen, bis die kaputt gehen (und wie jetzt alle wissen, auch dann noch). Ich lasse sie Jogginghose anziehen, wenn sie sich damit wohler fühlen. Und ich habe auch damit begonnen, im privaten Rahmen zu akzeptieren, dass man Strumpfhose auch ohne Rock tragen kann. Was soll’s?

Unkaputtbare Hosen – es gibt sie (Wettbewerb)

Was mir unheimlich hilft in letzter Zeit sind die unkaputtbaren Hosen von unserem Partner Vertbaudet. Keinen löcherigen Schlabberlook mehr, wie auch immer sie spielen oder worüber auch immer sie krabbeln (das Baby). Ob Rutschen auf der Skaterbahn, auf dem Boden spielen, klettern, Sändelen oder Parkplatz auf Knien überqueren. Bisher halten sie. Einzig das Kind, welches auch sonst keine Hosen mag, hat sich dagegen ausgesprochen.

Wer von euch findet, so eine Investition würde sich lohnen. Oder wer generell die Kleidung von Vertbaudet mag, hat jetzt die Gelegenheit, einen 100 Franken Gutschein zu gewinnen.

Vertbaudet Gutschein gewinnen

 

Wettbewerbsbedingungen am Ende des Artikels

Teilnahmebedingungen Wettbewerb:
Teilnahmeschluss ist der Montag, 21. September 2020.
Wer mitmacht, erklärt sich automatisch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.
Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Keine Barauszahlung möglich.
Der Gewinner wird per Email kontaktiert.

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2 Kommentare zu “Wie schön müssen Kinder gekleidet sein?

  1. Liebe Nadine!
    Ich bin so bei dir – danke für den humoristischen Einblick in die “Modewelt” der Kids. Ich bin gesegnet mit beiden Geschlechtern und habe einige Neider(innen) im Umfeld, die auch gerne ein Mädchen hätten, welchem frau schöne Frisürli, hübsche Kleider und Schmuck montieren kann. Nur ist meine Tochter ein Sondermodell – sie mochte sich kaum die Haare bürsten bis jetzt – sie wird 12…! Dafür ist ER sehr wählerisch und eitel – seit klein auf. Leider trifft sich auch hier unser Geschmack nicht wirklich.
    Manchmal beneide ich die hippen Kleinen anderer Leute und bin gleichzeitig dankbar, dass meine Kinder wissen, was sie wollen, sich nicht verbiegen lassen und ihren Weg gehen.
    Zum Glück hab ich noch mich – da kann ich frisürlen, shoppen und experimentieren wies mir passt – OHNE Strumpfhosen, die mag ich nämlich gar nicht! 🙂

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