Typische Sätze für Skiferien mit Kindern

In Zusammenarbeit mit der Aletsch Arena

Wer schon mal mit Kindern in den Schneeferien war, kennt sie ganz bestimmt, diese zehn Sätze, die man in Skiferien mit Familie ganz sicher ein- oder mehrmals sagt.

Wir waren in diesem Jahr auf der Riederalp in der Aletsch Arena im Wallis Skifahren – warum wir unsere Zeit da genossen haben und was ihr dort unbedingt machen müsst, verraten wir euch am Ende des Beitrags. Zudem verlosen wir eine Woche Skifahren für die ganze Familie! Austauschen über Ferien in der Aletsch Arena könnt ihr euch übrigens in der extra dafür bestehenden Facebookgruppe für Familien.

Erstmals standen in dieser Saison alle vier Kinder auf den Ski. Die einen noch bisschen wacklig, die andern schon ziemlich zackig.
Pizza üben auf der perfekten Piste, gleich beim Kinderland der Riederalp.

1.) «Mach die Pizza!»

Wer jetzt an belegten Teigboden denkt, ist auf der falschen Spur. Pizza ist ein anderes Wort für Stemmbögele. Weil SkilehrerInnen aus unerfindlichen Gründen glauben, dieses Dreieck aus Skiern sei einem Pizzastück ähnlich. Daher bringen sie allen Kindern ‘Pizza’ bei. So oder so. Alle, die wissen, wie relevant Stemmbögele für angehende Skifahrende ist, wissen auch, warum dieser Satz ins Repertoire aller Eltern gehört. Mach die Pizza ist nichts anderes als eine Analogie von Punkt vier, nur etwas eleganter verpackt.

2.) «Du kannst deine Skier die paar Meter selber tragen!»

Die Ski – eigentlich würde man sie ja selbst gerne jemandem abgeben und lastenlos durch den Schnee oder zum nächsten Skilift laufen. Aber wir sind inzwischen geübte Skischlepper, die auch bestens wissen, wie man die Dinger halten muss, damit sie nicht ständig auseinanderfallen (wissen und können sind auch in meinem Alter nicht immer deckungsgleich). Unsere Kinder sind’s noch nicht. Weder geübt, noch Skischlepper. Überhaupt sind sie schon müde, von der Höhe, dem Fahren, wie soll man da noch die eigenen Ski tragen können? Äbe nicht. Und nein, auch nicht die paar Meter…

PS: Für alle, die wissen wollen WIE man Ski jetzt wirklich richtig trägt, hat die Aletsch Arena die exakte Anleitung nun in einem Video festgehalten 😉

Egal ob Ski, Einkäufe oder Kinder: Ein Holzschlitten ist der dritte Elternteil, welcher schleppt, was das Zeug hält und stets gute Laune macht.

3.) «39 Grad???»

Die Temperaturanzeige betrifft natürlich weder diejenige draussen noch die im Ferienhaus drinnen. Wir reden hier von Körpertemperatur. Fieber gehört wohl zu Skiferien wie der Schnee selber, ob am Tag oder in der Nacht vor der Abreise oder im Verlauf der Woche. Gab’s jemals Skiferien ohne? Wohl nicht. Und sollte das Fieber mal ausbleiben, dann übernimmt gerne auch Magendarm…

4.) «Brämse!!!»

Es mag Eltern geben, die sich darüber freuen, wie wild der Nachwuchs die Piste runtersaust. Ich gehöre nicht dazu – jedenfalls dann nicht, wenn ich den kleinen Stemmbogen-fahrenden Knirpsen dabei zuschaue, wie sie Slalom um sich selbst fahren. Ich höre dabei Knochen brechen und male mir, ohne es zu wollen, die übelsten Unfälle aus. Machen kann ich nichts, als oute ich mich als Helikoptermutter und schreie regelmässig über die ganze Piste «Brämse! Langsamer! Ufpasse». Nützt vielleicht auch bei richtigen Pistenrowdys…

5.) «Kommt gut!»

Sagt man zwar laut und zu den Kindern, aber eigentlich spricht man dabei vor allem zu sich selbst. Egal, ob man mit übermüdetem Kind zur Ferienwohnung stapft, sich arg beladen klatschnass schwitzt beim Schleppen, ob man einen Meltdown des Kindes mitertragen muss und eigentlich gern selbst gerade auf den Boden liegen würde – oder ob man noch etliche überraschend steile Pistenmeter vor sich hat, das Kind zwischen den Beinen und nur noch sicher ins Chalet zurückkehren will. Kommt gut! Kommt es doch immer.

6.) «Einmal Pommes, bitte.»

Gibt es Familien, die diesen Satz während der ganzen Skiferien-Woche nie sagen? Wohl kaum. Denn egal, wie viele Sandwiches man bereits gemacht und gegessen hat: Pommes gehen immer, für alle und für alles. Als Schlecht-Wetter-Überbrückung, als Trostpflaster für müde Skifahrkinder, als lang ersehnte Alternative zu dem Picknick aus dem Rucksack, als Belohnung für Geleistetes (dabei meine ich mehr die Eltern als die Kinder) und als Haushaltshilfe für einmal weniger Kochen, Abwaschen und Putzen.

In den Ferien steigt zumindest hier der prozentuale Anteil an Pommes Frites zum Zmittag signifikant an. Hier im Restaurant Chüestall Riederalp.

7.) «Wo ist…?»

Es beginnt noch vor der Abreise. Wo ist die Thermowäsche, die ich letztes Jahr so gut verstaut habe, damit ich sie in diesem Jahr ganz sicher wieder finde? Natürlich nirgends mehr… Es geht weiter beim Auspacken im Ferienhaus: Wo ist meine Sonnenbrille? Wo ist der eine Handschuh? Die Sonnenbrille ist zuhause, der Handschuh an jenem ominösen Ort, an dem auch alle linken Socken und die Nuggis sind. Also laufe ich die ganze Woche mit der Skibrille herum. Wir kaufen nochmals Handschuhe und weinen dabei ein wenig, weil sie so viel kosten wie einmal Pommes für alle. Weitere Fragen können sein: Wo ist das Kind? Wo ist das Mehl? Und beim Auspacken zuhause dann: Wo ist das Shampoo? Ihr ahnt es…

8.) «Guckt doch, diese Aussicht!»

Wen interessiert’s? Wohl niemanden. Trotzdem kann ich nicht anders, als meine Kinder regelmässig darauf hinzuweisen, wie schön dies und jenes gerade ist. Berge, Wolken, Schneewehen, schneebedeckte Chalets oder Tannen. Eigentlich ist alles schön. Am schönsten ist es, wenn sich dann doch der eine oder die andere für die Aussicht oder den Anblick interessiert und wir uns gemeinsam daran freuen können. Ich weiss schon jetzt, spätestens in zwanzig Jahren werden sie wie ich, weil: Auch meine Eltern fanden früher immer überall alles hinschauenswert.

Beim Spaziergang auf der Bettmeralp entdeckt: Beste Aussichten (auch mit Wolken) auf jeden Berggipfel der Umgebung – inklusive Name und Höhenangabe.

9.) «Muss Pipi machen!»

Oh, der Klassiker. Nachdem man mit Müh’ und viel Geduld das Kind fixfertig für draussen ausgerüstet hat, kommt er, der Satz der Sätze: «Muss Pipi machen!». Als eher jüngere Eltern ist das eine der Situationen, in denen man von seinen eigenen Gefühlen an Wut, Verzweiflung, Ärger, Resignation und Ungeduld überwältigt wird. Wow, ist das anstrengend, hier die Ruhe zu bewahren, das Kind schnell (!) zu entpacken und aufs Klo zu setzen. Und das Ganze wieder umgekehrt. Altgediente Eltern wissen bereits, dass dieser Satz kommen wird und sind höchstens überrascht, wenn er weniger häufig gesagt wird als erwartet.

10.) «Schon vorbei?»

Egal, wie die Woche war. Wie viel man geschleppt hat, gefiebert wurde, man gefahren ist, am Ende ist der Abschied vom Schnee immer schmerzhaft. Es gibt wenige Dinge, die so glücklich machen, wie den ganzen Tag draussen zu sein, sich viel zu bewegen, frische Bergluft zu atmen, zusammen etwas erleben, Neues zu wagen, Spass zu haben. Und egal, ob einem an gewissen Tagen oder in gewissen Situationen alles zu viel scheint: Man möchte sie nicht missen, die Ferien im Schnee und am Ende sind sie immer viel zu schnell fertig.

 

Fünf Highlights für die Skiferien (in der Aletsch Arena)

Die Aletsch Arena mit den drei verbundenen Alpen Riederalp, Fiescheralp und Bettmeralp ist toll. Schneesicher, sonnig und gäbige Pisten.

Die Orte (Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp) oben auf dem Aletschplateau sind autofrei. Die Anreise erfolgt via Talstation, in der Nähe von Bahnhof und Parking. Das Aus- bzw. Einladen ist demnach total unkompliziert. Mit dem Gepäckwagen geht’s in die Gondel und hoch auf die Alp. Oben angelangt, kann man sich mit einem Schneetaxi ins Ferienhaus transportieren lassen (je nach Distanz auch laufen).

Grundsätzlich ist alles in Gehweite, sowohl Piste wie Einkaufen. Wir empfehlen die Nutzung eines Holzschlittens für Transporte aller Art. Die meisten Chalets haben einen solchen, muss daher nicht extra mitgenommen werden.
die Pisten befinden sich quasi vor der Haustüre. Kurz auch Ski-in, Ski-out genannt.

Wir waren bereits zum zweiten Mal in der Aletsch Arena und können euch für eure Skiferien mit Kindern Folgendes empfehlen:

Gletschitour
Die Gletschitour ist eine extra für Kinder ausgelegte Route durch die ganze Aletsch Arena. Auf einem Plan, den man bei der Gondel oder in Restaurants erhält, können einzelne Posten abgeknipst werden. Dabei entdeckt man tolle Pisten und weitere Highlights. Sie lässt sich in einem Tag machen – am besten aber, man teilt sie in einzelne Abschnitte ein, so hat man auch etwas Zeit zum Geniessen.

Unbedingt als Familie die Gletschitour machen. Den Pass erhält ihr in Restaurants oder bei den Bergbahnen.

Nachtskifahren
Abends nochmals raus, wenn man eigentlich schlafen gehen würde. Für Kinder ein Abenteuer. Einmal in der Woche sind einige Pisten abends geöffnet und beleuchtet. Und nach dem Skifahren kann man beim Verpflegungsstand noch ein ‘Après-Ski’ für und mit den Kindern geniessen.

Spaziergang durchs Dorf oder entlang der Aletschpromenade
Gibt es etwas Schöneres, als sonnenbeschienen durch eine tiefverschneite Landschaft zu spazieren? Sehr viel Zeit haben wir damit verbracht, den Kindern beim Tiefschneetauchen oder Iglubauen zuzuschauen. Wenn sich das Spazieren nicht einfach ergibt, schnappt euch den Holzschlitten und geht via Aletschpromenade in der benachbarten Alp einkaufen. Bisschen Abenteuer, bisschen praktisch, bisschen sehr viel schöner Spazierweg.

Dieses Iglu haben die Kinder mitten im Dorf gebaut. Weil hier alles autofrei ist, kann sozusagen überall gebuddelt und gespielt werden.

Gletschiland
Der Indoor-Spielplatz Gletschiland befindet sich auf der Bettmeralp im selben Gebäude wie das Hallenbad. Wir haben dort seeeehr viel Zeit verbracht, die Kinder waren super happy. Es gibt lange Rutschen, Kletterwände und Trampolins. Fürs blosse Zuschauen ist die Halle etwas kühl. Aber gleich oberhalb des Gletschilands befindet sich ein Restaurant mit direkter Sicht in den Spielplatz. Geeignet für eine Kaffipause, einen Take-Away-Kaffee oder das Zmittag.

Frühstück hoch über dem grossen Aletschgletscher
Ich liebe das Panorama-Restaurant auf dem Bettmerhorn. Die Qualität des Essens, die Aussicht… ein Frühstück auf dem Berg ist natürlich immer besonders. Aber auch ein Mittagessen oder Zvieri passt super. Unbedingt empfohlen ist ein anschliessender Kurzspaziergang zum Aussichtspunkt über den grossen Aletschgletscher. Zudem gibt es ein kleines Museum, in dem man viel Interessantes rund um den Gletscher erfährt.

Ein kurzer Spazierweg von der Gondelstation Bettmerhorn aka Panoramarestaurant zum Aussichtspunkt über den grossen Aletschgletscher.
Der Blick auf den grössten Gletscher der Alpen. (Bild: Dennis Brunner)

Nebensaison
Wir empfehlen – falls euch möglich – gerade mit kleineren Kindern die Nebensaison zu nutzen. Es ist einfacher, eine Wohnung zu finden, die Pisten sind nicht voll und die Anreise entspannter!

Zusammen mit der Aletsch Arena verlosen wir darum eine Woche gratis Skifahren in der Aletsch Arena für die ganze Familie während der Nebensaison.

Familien-Aufenthalt in der Aletsch Arena gewinnen

Falls ihr beim Eintragen eine Fehlermeldung erhaltet, könnt ihr auch einen Kommentar hinterlassen. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt, keine Barauszahlung und Rechtsweg ausgeschlossen. Teilnehmen können alle bis Ende Februar 2024.

 

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14 Kommentare zu “Typische Sätze für Skiferien mit Kindern

  1. Wirklich wahr die Sätze 😅 wir haben hier jeden mehrmals gebraucht in unseren Ferien!

    Über eine Woche Ferien in der Aletscharena würden wir uns riesig freuen 🙂

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