Mamapodcast | Spielen? Nein danke!?

«Mama, du hast nie Zeit für uns!», mit diesem Satz startet Nadine’s Kind eine mittelgrosse Emotions- und Gedankenlawine, so wie einen spannenden Austausch auf Instagram. Denn gemeint ist nicht, dass Mama nie da ist, sondern – so das Kind: Dass sie nie mit ihm spielt. Und das Blöde ist: Das Kind hat recht.

Muss man Spielpartner seiner Kinder sein, oder äbe grad nicht? Was vermisst das Kind genau, wenn es diesen Satz äussert? Und: Was ist ‚Spielen‘ überhaupt? Darüber reden wir in dieser Podcastfolge.

In den Storyhighlights von Nadine’s Instagramaccount findet ihr ganz viele zusammengetragene Inputs, Weblinks und Büchertipps.

Aktuell im Gespräch sind:

Evelyne: Dieda.
Nadine: Dieda

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Der Mamas Unplugged Podcast. Elternsein Unplugged – Über Leben mit Kindern.Der erste unabhängige Schweizer Elternpodcast. Wir reden über alles, was der Familienalltag mit sich bringt. Authentisch, leidenschaftlich und humorvoll.

Bild: Nathan Dumlao Unsplash

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Ein Kommentar zu “Mamapodcast | Spielen? Nein danke!?

  1. Liebe Nadine, liebe Evelyne
    Erstmals; herzlichen Dank für all eure bisherigen Beiträge, schriftlich oder auditiv. Ihr sprecht/schreibt mir einfach so oft direkt ins Herz und trefft genau die Themen und Worte, die mich als Mutter von drei Jungs (4j, 2j und 2Monate) genau beschäftigen. Euer Blog ist eine wahre Ermutigung für mich.

    Das Thema Spielen hat mich sehr angesprochen und dazu veranlasst euch zum ersten Mal einen Kommentar zu hinterlassen.
    Und zwar möchte ich mit meinem Kommentar ermutigen, wirklich auch das Spielen für Erwachsene neu zu entdecken. Einfach mal etwas tun, das keinen wirklich direkt erkennbaren Sinn & Zweck hat. Und nebendran mal alles vergessen was noch zu tun wäre. Ich hab mal irgendwo ein Satz eines Philosophen gelesen der in etwa lautete „Jeder sollte auf irgendeine Art kreativ sein ohne auf die Qualität des Geschaffenen bedacht zu sein.“ So kann man befreiende Schritte weg vom Leistungsdruck unternehmen. Es ist so wichtig, dass auch wir Erwachsenen immer wieder mal erfahren „Ich bin gut so wie ich bin, ich muss nichts leisten, ich darf einfach sein und bin so geliebt.“. Sonst brennen wir irgendwann aus. Weg vom tun – hin zum sein.

    Ihr sprecht davon, dass ihr zB gerne die Legokisten sortiert und dies als eine Art Spiel betrachtet. Das mach ich manchmal auch gerne und es ist sehr befriedigend etwas zu sortieren. „Man hat dann was erledigt“, aber es ist halt sinnvoll und meines persönlichen Erachtens gehörts dann nicht wirklich zum richtigen Spielen. Ich hab eine Liste erstellt von Spielideen von mir, die ich ab und zu im Alltag mit meinen drei Jungs integriere. EInfach als Anregung, falls ihr Lust habt das mal auszuprobieren? Manchmal braucht es etwas Mut, man muss sich und sein inneres vernünftiges Mutterwesen etwas loslassen und die Rolle des inneren verspielten Kindes, das man einmal war, hervorlocken. Aber es ist befreiend!

    – sinnlose Duplogebilde machen. Duploklötze einfach irgendwie aufeinander, nebeneinander bauen, ohne grosse Anstrengung. So wie Künstler irgendwelchen Altmetall zu einer Skulptur zusammenschweissen stecke ich Duploklötze aufeinander. Wenn mir die „Skulptur“ dann gefällt stelle ich sie als Deko irgendwo in der Wohnung noch auf bis ich sie nach paar Tagen dann wieder in der Spielkiste versorge.
    – mit den Kindern zeichnen und ich nehme auch ein Papier und male etwas für mich, auf das ich grad Lust habe. Oder kreiiere ein neues „Herzlich Willkommen“ Schild, das sich dann vor die Haustür hängen lässt.
    – Hütten bauen mit den Kindern aus grossen Stofftüchern. Das finden sie toll und wenn sie dann nicht mehr damit spielen wollen nach 1 Stunde, dann leg ich mich in das Zelt hinein und erinnere mich daran wie ich das als kleines Mädchen auch gerne gemacht haben
    – mit Kindern zusammen Musik machen. Ich setz mich ans Klavier und jeder darf mitsingen, mitklimpern wie er grad will. Entweder spiele ich ein „Erwachsenenmusikstück“ oder spiele Kinderlieder. Es muss nicht gut tönen, es soll Spass machen.
    – wenn ich mit den Kindern in die Ludo gehe, schaue ich manchmal bewusst „Welches Spielzeug spricht mich jetzt am meisten an?“ und dann lehne ich das für mich aus. Oft ergibt sich dadurch eine andere Spieldynamik und die Kinder interessieren sich plötzlich auch für Mamas neues Spielzeug
    – Hula Hoop Reifen, Diabolo, Jonglierbälle oder Trotinette sind Spielzeuge, die auch tiptop für Erwachsene geeignet sind zum ausprobieren. Wenn ich keine Kinder hätte würde ich mich nicht getrauen in unserem Quartier auf dem Rasen Hula Hoop Reifen zu tanzen. Aber wenn meine Kinder neben mir im Garten sind schaut mich sicher kein Nachbar komisch an wenn ich Hula Hoop Reifen um meine Hüfte kreisen lasse 🙂
    – Kinderschminke kaufen und meinen Kindern Tiergesichter aufmalen
    – verkleiderlen und Rollenspiele spielen. ZB in Broki lustige Kleider zusammenkaufen und eine Verchleiderlikiste machen. Die Kinder lieben es sich zu verkleiden und ich kann mich auch mal verkleiden und theatralisch in eine andere Rolle mich hineinbegeben.

    Im Übrigen; in Brienz gibt es ein Spielhotel. https://spielakademie.ch/index.html
    Dort bin ich vor ein paar Jahren einmal übernachtet. Der Begründer dieses Spielhotels hortet dort ganz viele Spielsachen und ermutigt Erwachsene dazu wieder zu spielen! Man kann bei ihm sogar eine Ausbildung zum Spielpädagogen absolvieren.
    Ich hatte damals noch keine Kinder. Mich hat es da ziemlich gepackt wieder einmal zu spielen, zB ein Diabolo auszuprobieren oder Bälle herumzuwerfen. Aber zu Hause war es mir dann wiederum etwas peinlich, so als junge, erwachsene Frau. Heute habe ich Kinder und ich möchte diese Situation neu nutzen als Chance nochmals spielen zu dürfen.

    liebe Grüsse aus Belp, BE.
    Patricia Spirgi

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