Kinderzimmer einrichten: Die wichtigsten Tipps

Nadine hat kürzlich eines der Kinderzimmer neu einrichten müssen. Dabei hat sie viele Tipps gesammelt, die ihr in diesem Artikel nachlesen könnt. Weitere Tipps und Einblicke ins neue Kinderzimmer findet ihr HIER.

Die wichtigsten Tipps zum Einrichten vom Kinderzimmer

Konzept überlegen

Das tönt krasser als es ist. Es geht vor allem darum, sich eine Vorstellung davon zu machen, wie das Zimmer aussehen könnte und sollte. Zu überlegen, was das Kind eigentlich braucht und was nicht. Und wie die Begebenheiten des Zimmers sind. Das hilft, unnötige Ausgaben zu vermeiden. Wer ein Möbelstück kauft, bloss weil es gerade günstig ist, muss dies später immer mit integrieren. Lieber im Voraus überlegen, wie man was haben möchte – und dann trotzdem immer schön flexibel bleiben.

Fragen, die helfen können beim Konzept erstellen:

  1. Welche Bedürfnisse hat mein Kind? (Spielen, Zusammenbauen, Lesen, Basteln, Werkstatt, …)? Ich würde das Zimmer mit diesem Fokus gestalten und mir überlegen, wie ich diesen Bedürfnissen mit der Einrichtung gerecht werden kann.
  2. Wie lassen sich die Must’s wie Bett und Stauraum so im Raum verteilen, dass noch genügend Platz für die Alltagstätigkeiten übrig bleibt? Oder könnte man  Stauraum bspw. auch ausserhalb des Zimmers planen?
  3. Wo habe ich wie viel Lichteinfall? Wo und wofür benötigt das Kind tagsüber dieses Licht? (Evtl. eher Schreibtisch als Bett bei Fenster hinstellen)
  4. In welcher Ecke oder welchem Teil des Zimmers würde ich selber am liebsten liegen und wo nicht? (selber testliegen hilft, ein Gefühl für den Raum zu kriegen) Lieber in einer Nische platzieren oder direkt bei der offenen Türe? (auch kindabhängig)
  5. Wie gross ist mein Budget? Wie viel will und kann ich ausgeben? Wo will ich zB mehr investieren?
  6. Wie viel lasse ich mein Kind mitbestimmen?
  7. Wofür interessiert sich das Kind? (zB Dinothema in die Bildgestaltung einfliessen lassen) Welche Farben mag das Kind?
Konzept umsetzen

Wer weiss, was er sucht, kann sich entweder auf eine Tour de Möbelhäuser einlassen oder online vor recherchieren und anschliessend gezielt anschauen und einkaufen gehen.

Flexibel sein (und damit meine ich nicht die Möbel)

Kinder wachsen schnell und mit jedem Alter ändern sich ihre Bedürfnisse. Als Eltern muss man davon ausgehen, dass das gut durchdachte Kinderzimmer in einem Jahr bereits wieder verändert werden muss, Dinge angepasst werden müssen. Nicht traurig sein. Und vielleicht nicht immer das teuerste aller möglichen Möbelchen kaufen.

Ein Farbkonzept überlegen

Ein Kinderzimmer ist von Natur aus bunt. Farbstifte, Spielsachen und Kleider bringen Farbe zu Genüge. Daher lohnt es sich, sich bei der Einrichtung auf zwei bis maximal drei Farben zu beschränken. Alles, was man für das Kinderzimmer einkauft, sollte in einer dieser Farben gehalten sein, Kisten, Vorhänge, Teppich. Das Zimmer wirkt so ordentlicher und schöner.

Ich habe mich seit Beginn der Elternschaft farblich an einem Kissen im Kinderzimmer orientiert. Die farblich in Blau, Grün, Braun, Beige gehaltenen Töne habe ich bei jedem Kind, welches auf die Welt kam, in das Babyzimmer eingebunden. So konnte ich beim jetzigen Kinderzimmer total viele ‘alte’ Stücke integrieren, die sich dadurch ganz natürlich in das Farbkonzept eingefügt haben.

Dieses Mobile habe ich von Michaela von Heartdeco.ch zur Geburt von K3 anfertigen lassen. Ich bin mit dem besagten Kissen zu ihr hingefahren und gemeinsam haben wir die Farbtöne der Tiere und Kugeln bestimmt. Das Kissen hat es übrigens tatsächlich noch in diesen Beitrag geschafft – zu sehen beim Bild anfangs Artikel, links auf braun-beigem Sessel beim Blick ins Provisorium 🙂
Beim Kauf dieses Mobiles via eli-ju (jedes Kind hat zur Geburt eins gebastelt oder geschenkt gekriegt) für K4 habe ich mich ebenfalls konsequent an die Farbtöne gehalten. Auch die Bettschlange ist im selben Mossgrün wie die Vorhänge und nun die Wandfarbe. Weil alle restlichen Möbel in hell gehalten sind, wirkt das Zimmer trotz konsequenter Farbwahl nicht überladen.
Farbige Wände

Angestrichene Wände sind einfacher gemacht als man denkt und lassen sich auch wieder übermalen, im Fall. Häufig reicht eine einzelne angestrichene Wand, um dem Zimmer ein total anderes Flair zu geben.

Bei der Auswahl der Farbe gilt natürlich das Farbkonzept. Grelle Farben eher meiden, weil das rasch aufdringlich und unruhig wirkt. Lieber sanfte Töne wählen, die das Zimmer leicht und ruhig erscheinen lassen. Auf Pinterest und generell online finden sich viele Tipps rund ums Streichen von Wänden.

Übrigens: Auch Decken können gestrichen werden. Je heller, umso höher und grösser wirkt der Raum.

Tapeten (kann man auch mit Tesa-Kleber anbringen anstelle von Tapezieren) können ebenfalls einen tollen Look einbringen.

Die Farbe – abgestimmt mit den Vorhängen – gibt dem Zimmer einen wunderbaren Ton. | Bilder: Vanessa Käser
Einfach halten

Es müssen nicht immer teure Designer-Stücke sein. Einfache Ikea-Möbel oder Fundstücke aus dem Brockenhaus können mit einfachen Mitteln umgestaltet werden, so dass sie sich wunderbar in das Kinderzimmer einfügen. Oder – im Falle von Ikeamöbeln – individuell daher kommen. Gerade Brockimöbel, aber beispielsweise auch ein günstiges Holzbett, lassen sich abschleifen und mit Farbe (und sei es auch nur ein helles Taupe) veredeln. Bei den Schränken die handelsüblichen Griffe mit speziellen ersetzen. Oder die Möbel mit schönen Vorhängen, Teppich und Bildern aufwerten.

Möglichst keine Provisorien

Das Problem mit Provisorien ist, dass sie schampar langlebig sind. Besser man lässt die Lampe oder Vorhänge weg, bis man das Richtige hat.

Nicht stressen lassen

Ein Zimmer muss nicht in einem Tag oder einer Woche fertig sein. Lieber man lässt sich Zeit, bis man Stück für Stück alle Dinge zusammengetragen hat. Geht ganz einfach, wenn man das Gesamtkonzept gemacht hat. Und schont das Budget.

Secondhand online

Tutti oder sonstige Online-Plattformen sind immer einen Besuch wert. Oft findet man so das Gesuchte günstig und – fast noch wichtiger – bereits zusammengebaut.

Stauraum auf Kinderhöhe

Das Kind muss seine Sachen selber aufräumen können. Sprich, ein einfaches Aufräum-System wählen. Körbe, Schubladen und Schränke helfen, dass das darin eingeräumte Spielzeug den Raum nicht unnötig unordentlich und unruhig erscheinen lässt. Wenn wenig Spielzeug ausgestellt ist, sind Kinder eher motiviert zu spielen. Vor allem, wenn man die aufgestellten Sachen immer mal wieder ändert oder auch mal eine Kiste Spielzeug im Keller verstaut (nach einem halben Jahr ist deren Unterhaltungswert wieder bei 100% angelangt).

Stauraum mit den Stuva-Schubladen von Ikea. Vorteil: Kinder kommen gut ran, können ihre Spielsachen selber herausnehmen oder wegräumen. Zudem schafft man damit eine weitere Fläche, die bei uns sehr gerne bespielt wird.
Geschlossene Kästen und Regale wählen

Grosse Flächen schaffen viel Ruhe. Entsprechend ist alles, was farbig und unförmig ist ( = Spielzeug) das, was einen Raum unruhig wirken lässt. Geschlossene Möbel haben zudem den Vorteil, dass man weniger putzen muss.

Hier ein Beispiel dafür, wie man das ‘Büchergestell’ auch mit einem anderen Möbel umsetzen kann. Ursprünglich haben wir diese Kommode für einen anderen Zweck gekauft. Im neu gestalteten Kinderzimmer passt sie aber optimal und ermöglicht den Kindern direkten Zugang zu ihrer ‘Bibliothek’. | Bilder: Vanessa Käser
Selber kreativ werden

Möbel umgestalten, neu streichen, aus Sperrholz einen passenden Bettrahmen sägen. Um dem Zimmer den 0815-Möbelhaus-Look zu entziehen, kann man durchaus selber Hand anlegen und mit etwas Einsatz dem Zimmer eine ganz persönliche Note verleihen. Streichen, Griffe ändern, Dinge umbauen, selber bauen, Basteleien der Kinder als Deko verwenden.

Lichtkonzept

Es ist von Vorteil, auch im Kinderzimmer mit zweierlei Licht zu arbeiten. Einerseits das direkte, helle Licht, damit das Zimmer auch bei Dunkelheit gut ausgeleuchtet ist und man Farben und Formen erkennen kann. Gerade im Winter, wenn es morgens noch dunkel ist, ist bspw. das Kleiderraussuchen so viel angenehmer. Andererseits unbedingt auch indirektes Licht verwenden (kleine Lämpchen, Lichterkette). Dieses Licht schafft Atmosphäre und macht den Raum gemütlich.

Zweikindzimmer: Mit Symmetrie arbeiten

Teilen sich zwei Kinder ein Zimmer, hilft es, wenn man darauf achtet, möglichst symmetrisch einzurichten. Zudem empfiehlt es sich, für beide dasselbe Bettmodell wählen.

Weitere Ideen (unter anderem von euch)
  • Instagram aussen vor lassen
    Sorry, hier sehen die Kinderzimmer leider nur dann so aus wie auf Insta, wenn ich einen Nachmittag investiere, sie aufzuräumen. Und dann auch nur so lange, wie kein Kind sie betritt. Wir haben zudem Plastikspielzeug, Secondhand-Dinge, die ich selber für meine Kinder nie im Leben gekauft hätte, die sich aber trotzdem als wahnsinnig sinnvoll und nützlich erwiesen haben.
  • Unperfektes stehen lassen
    Dann klebt halt ein halb abgenagtes, grellfarbiges Poster an der Wand. Oder nutzt das Kind die Wandregale, um damit einen Pool und eine Landschaft für seine Playmoritter zu bauen.
  • Boxen! Alles in Boxen.
    Diese zudem mit Symbolen beschriften, so wird das Aufräumen super einfach.
  • Weniger ist mehr!
  • Viel Stauraum schaffen
    Schränke mit mehr Tablaren ausstatten, Körbe und Kiste kaufen, um Dinge darin zu verstauen.
  • ‘Flexible’ und schlichte Möbel anschaffen
    Diese passen nicht nur an einem Punkt im Zimmer, sondern lassen sich bei Bedarf einfach umstellen; allenfalls auch in allen Kinderzimmern ähnlichen Stil, so dass man auch zimmerübergreifend switchen kann.
  • Neutrale Möbel kaufen
    …die auch mit 16-jährig funktionieren.
  • Verdunkelungsvorhänge anbringen
    Damit nicht bereits um 6.00 Uhr morgens Kinderparty stattfindet.

Eure Tipps via Kommentare sind immer herzlich willkommen!

Ein grosses Danke an Lea Lämmle, Fünffach-Mama mit Einrichtungsgen und -begeisterung, die viel zu diesem Artikel beigetragen hat.

HIER geht’s zum fastfertigen Kinderzimmer.

Und falls ihr noch auf der Suche seid nach Inputs rund ums Familienbett. Hier haben findet ihr alles zum Thema:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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