10 Sätze, die das Kind beruhigen sollten

Als Mutter hat man x Floskeln, die man über den Tag verteilt je nach Situation benutzt, um das Kind zu beruhigen, zu trösten oder zu ermahnen.

Zuweilen ertappt man sich dabei, dass diese Sätze manchmal eher an einen selbst als an die Kinder gerichtet sind… Beispiele?

1) «Ruhig, ganz ruhig.»

Auf diesen Satz folgt meist ein «Schschsch». Dieses meditative Geräusch scheint Eltern und Kind gleichermassen zu beruhigen.

2) «Ist nicht so schlimm.»

Eigentlich, auf lange Frist gesehen, ist es wirklich nicht schlimm, dass sich Karl-Theodor das Knie so aufgeschlagen hat, dass man sogar den Knochen sieht. Und dass man statt Eisessen jetzt im Kindernotfall sitzt, weil mit dem Knie auch ein paar Zähne daran glauben mussten. Nicht schlimm, kann passieren. Karl-Theodor kommt wieder auf die Beine. Wunden heilen. Eisessen kann man morgen noch. Häufig gefolgt von:

3) «Nicht traurig sein.»

Ist zwar kaputt, für immer verloren, aber hey, das Leben hat noch so viel zu bieten. Es gibt noch genug Vasen, Bilderrahmen, Gläser, Glühbirnen, Schüsseln, die darauf warten, gekauft zu werden.

oder

4) «Das geht vorbei»

Ist ja schliesslich auch nur eine Phase… oder? Mit dieser Aussage macht man sich wohl eher selbst Hoffnung. Es muss vorbei gehen. Bitte. Schnell. Jetzt sofort.

5) «Bist du sicher?»

Diese Frage gilt zwar dem Kind. Dient aber gleichzeitig nochmals als elterlicher Backcheck, um herauszufinden, ob man dem Kind (und sich selbst) die Konsequenzen der ertrotzen Entscheidung, wirklich zutrauen möchte.

6) «Ich hab’s dir doch gesagt…»

Das Kind war sich sicher. Man hat sich überzeugen lassen. Herausgekommen ist, was man vorhergesagt hatte. Die wahre elterliche Selbstbestätigung. Befriedigend ist dieser Satz wahrlich nicht. Denn er wird oft begleitet von: Hättest du auf mich gehört. Erziehungsmassnahmen total versagt. Man hat mal wieder nachgegeben. Obwohl man es ja BESSER wusste.

7) «Bitte jetzt kein Drama machen.»

Bleibt offen, WER denn nun kein Drama machen soll. Dieser Satz dient häufig auch dazu, die eigene Dramaqueen im Schacht zu halten.

8) «Jetzt nid düregheie!»

Häufig gebrauchter Satz in Situationen, in denen die Stimmungslage definitiv ins Hochdramatische zu kippen droht. Sowohl die des Kindes, wie auch die elterliche.

9) «Kommt gut, alles kommt gut.»

Murmelnd als Tröstphrase verwendet in Situationen, in denen für kurze Zeit so gut wie alles verloren ist und man das weinende Kind/das Kind weinend in den Armen wiegt.

10) «Nicht weinen.»

Ihr kennt sie, die Situationen, in denen man weint zusammen brechen könnte  – aber nicht kann, weil schon das Kind Krokodilstränen heult.

11) «So geht es nicht weiter!»

Für wen denn nun? Für das Kind oder für das Elternteil? Wohl für beide nicht.

12) «Seid lieb miteinander!»

Ein Satz, der kläglich versucht den drohenden Geschwisterstreit abzuwenden. Und der unbewusst wohl auch meint: Sei lieb zu den Kids, auch wenn sie dich mit ihrem Gezanke in den Wahnsinn treiben.

13) «Gut gemacht! Highfive!»

Ja, auch das gibt es. Diese euphorische Begeisterung. Wenn das Kind Dinge so erledigt, wie die Erwachsenen sie gerne hätten. Wenn das Kind Dinge tut, vor denen Erwachsene Schiss hätten. Wenn das Kind einem den Kaffee serviert. Wenn das Kind grossartig sich selbst ist und man einmal mehr realisiert, welch grosses Glück man hatte, dass es einem dieses eine Kind reingeschneit hat.

Doch ist dieses Lob nicht zuweilen versteckt auch für uns gedacht? Wenn’s schon keiner macht, dann wir halt selbst. GUT GEMACHT – Ego-Highfive!

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